Das typische an einem Projekt ist, dass es einen klaren Anfang und ein Ende hat. Vom Gefühl her sind wir mitten in der spielzeugfreien Zeit. Doch der Kalender zeigt, wir nähern uns langsam dem Ende. Das war auch Thema an den Praxisgruppentreffen mit den Kindergartenlehrpersonen. Wie geht’s euch? – wollte ich wissen. Zusammengefasst würde ich sagen kunterbunt. Während die einen sich an den schönen Spielmomenten freuen, wünschten sich andere viel mehr davon. Einige freuen sich auf den Frühling und das Ende der Projektzeit und endlich wieder selber etwas anleiten und gestalten dürfen. Auch Traurigkeit kommt auf, weil die Kinder so im Flow sind in der spielzeugfreien Umgebung. Viele Ideen, die entstanden sind, neue Freundschaften wurden geschlossen und neue Fertigkeiten entdeckt. Die Art der Klasse kommt viel mehr zum Vorschein, meint eine Teilnehmerin, sie sei viel am coachen und Feuer löschen, doch sei es auch schön zu sehen, dass die Kinder immer wieder neue Strategien lernen würden. Ganz neu sei bei ihr im Kindergarten Seilziehen aufgekommen, wenn es darum gehe zu sehen, welche Lösung zum Zug kommt. Ja, Kinder finden oft andere Strategien, als wir Erwachsenen.

Nun geht es bei allen in den Endspurt. In einigen Kindergärten kommen schon bald die ersten Spielsachen zurück. Andere werden auch nach den Frühlingsferien noch spielzeugfrei sein. Und zumindest in einem Kindergarten gibt es noch viel zum Diskutieren:

Müssen wir die Sachen wieder haben?

Wollte eins der Kinder wissen. Tja, das sind wohl die Nebenwirkungen des Projektes!

 

Susanne Wasserfallen – möchte Mäuschen spielen, wenn’s ums Ausdiskutieren geht