Spielen ohne Vorgaben

Es ist so befreiend – einfach zu spielen, so wie es gerade kommt! Ohne Vorgaben oder Anregungen von Erwachsenen.

Das geht mir durch den Kopf, wenn ich an das gemütliche Essen mit einer Freundin von letzter Woche denke. Sie ist Kindergartenlehrperson. Ich frage nach, wie es mit ihrer neuen Klasse läuft. Ich weiss, dass sie ein Kind mit besonderen Bedürfnissen in der Klasse hat. Deshalb mischen viele Fachpersonen im Kindergartenalltag mit. Herausfordernd, höre ich heraus. Einerseits braucht das Kind mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, andererseits kommt unterschiedliches Fachwissen zusammen. So wird das Kind viel von der Heilpädagogin begleitet, damit es den Umgang mit den Spielsachen und den anderen Kindern lernt. Klar, dabei geht es nicht nur ums Spielen, sondern es stecken wichtige Fördermassnahmen dahinter.

Trotzdem, einfach so spielt das Kind alleine nicht. Jedenfalls nicht da, wo es nur strukturiertes Spielmaterial hat, obwohl es das oft mit der Heilpädagogin übt. Eindrücklich finde ich, dass es in der spielzeugfreien Ecke hingegen sofort spontan spielt. Da, wo es kein strukturiertes Spielmaterial hat, sondern „nur“ Stühle, Tische, Kartonkisten und -röhren, Tücher, Klebeband, Wäscheklammern… Hier spielt das Kind einfach los und findet den Kontakt zu den anderen Kindern – ohne es geübt zu haben, ganz natürlich. Das hat mich enorm berührt!

 

Susanne Wasserfallen – liebt solche Geschichten


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2017-10-26T16:11:42+00:00

Ein Kommentar

  1. Marianne Steiner 21. März 2018 um 20:40 Uhr - Antworten

    Strukturen sind eben nicht für alle gut – freie Geister brauchen freie Räume!

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